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"Aberjung" macht Schule
Die Osttiroler Agentur Aberjung hat den Webauftritt der Volksschulen Seeboden, Lieserhofen und Treffling sowie deren Ganztagsschulen grundlegend erneuert. Ziel war es, moderne, übersichtliche und identitätsstiftende Websites für Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte zu schaffen. Dabei wurde die Corporate Identity der Marktgemeinde Seeboden kreativ integriert. Die Umsetzungskosten übernahm die Agentur selbst - ein Beitrag zur Stärkung des digitalen Außenauftritts der Region.
Warum war es euch als Agentur wichtig, dieses Schulprojekt umzusetzen - und was nehmt ihr daraus für zukünftige Kundenprojekte mit?
Christoph Aschaber: Ein Teil von uns im Unternehmen hat schon Kinder. Da schaut man natürlich links und rechts was einem auffällt im Reich der Kleinen. Aufgefallen ist uns dann eigentlich der Missstand, dass Volksschulen keinerlei finanzielle Möglichkeiten haben, eine ordentliche Website auf die Beine zu stellen. Man ist immer auf Freunde, eine Tochter die studiert, einen Pensionisten der einen Kurs gemacht hat usw. angewiesen. Und jetzt haben wir noch keine Sekunde von gesetzlichen Anforderungen gesprochen. Und da wollten wir helfen.
Wie gelingt es euch, die Corporate Identity einer Gemeinde kreativ, modern und dennoch zielgruppengerecht in ein Webdesign zu übersetzen - speziell im Bildungsbereich?
Wir hatten das Glück eine aufgeschlossene Gemeinde, Bürgermeister und Team anzutreffen. Die haben erkannt, dass man mit guter Gestaltung auch einer vermeintlich angestaubten Gemeinde, frischen Wind geben kann. Wo Wind da auch Gegenwind. Wer braucht denn sowas? Was bringt es denn? Das wird aber noch etwas andauern, bis der Gesamteindruck überall ankommt. Die Volksschule ist ja "nur" das aktuellste Beispiel. Davor wurde ja die Marktgemeinde Seeboden selbst von uns entwickelt. Mit Website, Merch, regionaler Produktvermarktung, Fahrzeugbeklebungen und so weiter. Ich denke, hier sind wir kreativen Agenturen gefragt, an morgen und darüber hinaus zu denken, und unsere Regionen zu stärken.
Welche Rolle spielt Regionalität in eurer Arbeit, und wie schafft ihr es, auch kleineren Einrichtungen einen professionellen digitalen Auftritt zu ermöglichen?
Wir als Aberjung versuchen auf ganz unterschiedlichen Ebenen, regionale Entwicklung zu betreiben. Vom öffentlichen Bereich, über klassische Unternehmen, bis hin zu zunächst unscheinbaren Vorhaben. Und eben nicht nur als Dienstleister sondern auch gern als Inititiator/Inkubator. Die Region liegt uns am Herzen, so einfach ist es. Hier dürfen wir leben, also sollte jeder statt jammern, etwas dazu beitragen. Dabei spielt es für uns eine wesentliche Rolle zu motivieren, Mut zu machen und zu pushen. Wir sind sehr froh, dass es bei uns auch gute und viele innovative Unternehmen gibt, die wir unterstützen dürfen. Wir lernen diese dadurch kennen, die Region, die Bedürfnisse und so weiter.