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06.11.2019

Brainstorming mit Alexa und Co.

Wie Künstliche Intelligenz die Werbebranche aufmischt, erklärte Keynotespeaker Michael Katzlberger bei der heurigen Tagung der Fachgruppe Werbung.

3D-Drucker, Maschinen für Prototypen, Coworking-Arbeitsplätze - im MAKERSPACE Carinthia wird Zukunft gestaltet. "Der MAKERSPACE lebt von Kreativität", ruft WK-Präsident Jürgen Mandl in die knapp 100 Teilnehmende umfassende Menge der Kärntner Kreativszene. Und genau um Zukunft und Kreativität drehte sich alles bei der heurigen Fachgruppentagung der Werbebranche.

Keynotespeaker Michael Katzlberger beschäftigt sich mit der Zukunft - vor allem mit der Zukunft der Künstlichen Intelligenz in der Werbebranche. "Artificial Intelligence ist das nächste große Ding, auf das wir uns einstellen müssen", sagt Katzlberger. So schlage die Automatisierung in der Kreativbranche voll ein, was er anhand von einigen Beispielen untermauert. Künstliche Intelligenz könne bereits von Gesichtern auf Fotos erkennen, wie die Leute drauf sind oder am Beispiel der Farbwelten die nächsten Designs bestimmen.

Werbespot mit künstlichem Sprecher

Aber KI hat auch ihre Schattenseiten. Denn Maschinen können Personen generieren, die es gar nicht gibt. So steige die Gefahr von Fakeprofilen. Umgekehrt: Maschinen sind in der Lage Personen auf Fotos im Handumdrehen freizustellen, was Grafikern die Arbeit enorm erleichtere. Aber wieder Schattenseite: Viele Jobs können durch Maschinen ersetzt werden. Ein Beispiel: Für Saturn wurde bereits ein Werbespot mit einem künstlichen Sprecher gelauncht – Sprecher-Job also Fehlanzeige. KI spiele in allen Bereichen der Kreativität eine Rolle, meint Katzlberger, der bereits Brainstormings mit Alexa und Co. durchführt. Auf der Website https://answerthepublic.com/ erstellt Künstliche Intelligenz Suchblasen zu verschiedenen Begriffen, die beim Marketing eingesetzt werden können.

Genug Arbeit in der analogen Welt

"Wie bringen wir unsere Branche in die Zukunft?", stellte sich auch Fachgruppenobmann Volkmar Fussi die Frage und blieb bei seinem Bericht trotzdem in der analogen Welt, wo es noch genug Arbeit für die Branche gibt. So brenne die Honorargestaltung den Mitgliedern unter den Nägeln, was ein Workshop mit 75 Teilnehmenden bewies. "Wir bleiben an dem Thema dran", verspricht Fussi. Laut wurde der Werbesprecher beim Thema der Auftragsvergabe von öffentlichen Stellen. Demnach sei in den letzten 13 Jahren der Kreativszene rund 1 Million Euro durch Vergaben an eine Wiener Agentur durch die Lappen gegangen. Erfreulich hingegen: Der Kärntner Werbepreis CREOS steht bereits in den Startlöchern und wartet nächstes Jahr mit zwei Neuerungen auf. So findet die Verleihung am 9. Oktober 2020 wieder in Villach statt. Und "es werden in jeder Kategorie mit Garantie ein CREOS in Gold, Silber und Bronze vergeben", so Fussi.

Bühne frei für den Elevator Pitch

Die Fachgruppentagung bot auch den Mitgliedern eine Bühne. Beim Elevator Pitch zeigte beispielsweise Silvia Lindner, wie man seinen Erfolg in die Waagschale wirft. Corina Schmiedt von Mediapool bietet Onlinekurse für Videos mit dem Smartphone an und Andreas und Sebastian Lanner servieren ein Monitornetzwerk mit 100.000 Bruttokontakten in der Woche. Screenpainter Alexander Kofler zeigte, wie man ein T-Shirt zur Werbefläche verwandelt und Haas Werbetechnik bietet den ersten 7-Farb-Digitaldrucker in Kärnten. Internetjurist Ludwig Notsch kann gut mit Snack-Content und Wolfgang Slavik ist als Druckbotschafter vom Druckland Kärnten unterwegs.

Im Anschluss wurde noch kräftig diskutiert und beim Tonc Feinig Trio featuring Arthur Ottowitz bis spät in die Nacht abgefeiert - ganz ungekünstelt und analog.

Hier geht's zur den besten Fotos der Tagung.

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