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07.10.2020

Planungs­sicherheit für Veranstalter

Regierung präsentiert Schutzschirm mit 300 Millionen Euro für die Veranstaltungsbranche, der als eine Art Versicherung dienen soll, wenn Events ausfallen. Voraussetzung: Veranstaltungen müssen Corona-Maßnahmen entsprechen!

"Das Virus ist gesellig", sagt Vizekanzler Werner Kogler und weist auf die steigenden Infektionszahlen hin. Eine Branche, die darunter seit Monaten besonders leidet, ist die Veranstaltungsbranche mit der gesamten dazugehörigen Wertschöpfungskette. Die Bundesregierung spannt der Branche jetzt einen Schutzschirm im Ausmaß von 300 Millionen Euro auf. Dieser solle Planungssicherheit für die Zukunft geben, so Kogler. Werden Veranstaltungen coronabedingt abgesagt, sollen nicht stornierbare Ausgaben - wie die Miete für Hallen, Saaltechnik oder Personalkosten - ersetzt werden. Bei Einschränkungen für Veranstaltungen, z. B. aufgrund reduzierter Gästezahl, sollen auch diese Kosten ersetzt werden.

Auftraggeber motivieren

Für Fachgruppenobmann Volkmar Fussi kommt der Rettungsschirm aber zu spät: "Es ist der Branche bereits ein enormer Schaden entstanden." Denn die Forderungen der Branche nach Planungssicherheit liegen bereits seit April auf dem Tisch. Jetzt sei es wichtig, so Fussi, dass auch die Auftraggeber motiviert werden, Veranstaltungen für die Zukunft zu planen.

Planungssicherheit bieten

Aber worum geht es konkret bei diesem Schutzschirm, der wohlgemerkt im Nationalrat noch in ein Gesetz gegossen werden muss. In erster Linie, betont die Regierung, soll der Schutzschirm Planungssicherheit bieten. Denn die Wichtigkeit von Veranstaltungen ist unbestritten. So fanden im Jahr 2019 noch 25.000 Kongresse mit 1,8 Millionen Teilnehmern statt. Die gesamte Veranstaltungsbranche trug laut einer IHS-Studie 9 Milliarden zur Wertschöpfung in Österreich bei und rund 144.000 Arbeitsplätze seien damit direkt betroffen.

Corona-Präventionskonzepte und -Schutzmaßnahmen

Laut Staatssekretärin Andrea Mayer seien Veranstalter nicht in der Lage, das Risiko einer Planung auf sich zu nehmen. Das soll sich mit dem Schutzschirm ändern. Wichtig sei es, dass die künftigen Events den Corona-Schutzmaßnahmen entsprechen und ein Corona-Präventionskonzept aufweisen. Man könne jetzt zum Beispiel kein Konzert mit 50.000 Besuchern für das nächste Jahr planen und bei Absage auf eine Vergütung hoffen. Der Schutzschirm sei für alle Arten von Events – vom kleinen Konzert über Kabarett bis hin zu Messen oder Kongressen – gedacht. Mit November solle man Anträge auf den Schutzschirm stellen können, der jetzt aber noch das OK der Europäischen Union braucht und als Gesetz ausgearbeitet werden muss.

Mehr dazu auch auf news.wko.at

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