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16.12.2020

WKÖ fordert Hilfspaket für Werbebranche

Die Mehrheit der Unternehmen in der heimischen Werbewirtschaft ist mit einer unterdurchschnittlichen Geschäftslage konfrontiert. Das zeigt der aktuelle WIFO-Werbeklimaindex, die aktuelle Konjunkturumfrage der österreichischen Kommunikationsbranche.

"Nach einer ersten, vorsichtigen Erholung der Branche im 3. Quartal 2020, trifft der neuerliche Lockdown die Werbebranche hart", betont Fachverbandsobmann Michael Mrazek und präsentiert dabei den WIFO-Werbeklimaindex, die aktuelle Konjunkturumfrage der österreichischen Kommunikationsbranche. Dieser zeigt im driten Quartal 2020 im Vergleich mit den Vorjahreswerten einen drastischen Einbruch. Aktuell steht der Konjunkturindex bei +2 Punkten, deutlich unter dem Wert im Vorjahr von +23 Punkten.

Leere Auftragsbücher

Die Mehrheit der Unternehmen in der heimischen Werbewirtschaft ist mit einer unterdurchschnittlichen Geschäftslage konfrontiert, wie der Indikator der aktuellen Geschäftslage zeigt. Auch der Indikator der Nachfrageentwicklung liegt klar im negativen Bereich. Dies spiegelt sich auch in den Auftragsbüchern wider. Obwohl im dritten Quartal eine erste, kleine Erholungsphase aufblitzte, war jedes zweite Unternehmen mit unzureichenden Auftragsbeständen konfrontiert. Fast 80 Prozent der Selbständigen meldeten Umsatzrückgänge, rund 28 Prozent beziffern den Rückgang mit 30 Prozent und mehr.

Österreich braucht eine starke Werbebranche

"Die von der Bundesregierung in den ersten Monaten der Corona-Pandemie beschlossenen Maßnahmen waren nicht immer treffsicher für die Werbebranche", so Mrazek. Die stark von der COVID-19-Pandemie betroffenen Betriebe - etwa aus den Bereichen Messebau und Event - brauchen eine Perspektive für die kommenden Monate, bis sich die Geschäftslage schrittweise wieder normalisieren wird. Eine adäquate Lösung, wie etwa ein Umsatzersatz für die Kreativbranchen, wäre hier ein geeigneter Hebel. "Wir wären nicht der kreative Motor der Wirtschaft, wenn wir nicht auch in diesen Tagen positiv bleiben und unsere Betriebe mit innovativen Ideen unterstützen würden. Österreich braucht eine starke Werbebranche, um den Kreativ- und Medienstandort Österreich zu festigen.“

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